Presse

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30-minütige Dokumentation

DVD: „Bethel – Sozialgeschichte made in Bielefeld“

Zum 100. Todestag von Pastor Friedrich von Bodelschwingh steuert die Bielefelder Tri-Ergon-Filmproduktion eine informative DVD über das Wirken des langjährigen Leiters und die auch in Bielefeld oft noch wenig bekannte Arbeit der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel bei. Die 30-minütige Dokumentation erscheint in der heimatgeschichtlichen Reihe der Neuen Westfälischen.

Bei der Recherche erwiesen sich die Betheler Archive als wahre Fundgruben: Tri-Ergon fand über 80 Jahre alte Filme, die für die „Anstalten“ werben und über sie informieren sollten. Mit vielen Bildern und Dokumenten wird die Geschichte von Bodelschwingh und das stetige Wachsen der Einrichtung geschildert. Anschaulich führt Professor Dr. Matthias Benad, stellvertretender Direktor des diakoniewissenschaftlichen Institutes Bethel, durch den Film. „Wir wollen den interessierten NW-Lesern Aha-Erlebnisse vermitteln“, sagte Produzent Dr. Holger Schettler bei der Vorstellung der Dokumentation zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel, Pastor Bernward Wolf. „Für uns in Bethel ist auch die Außenperspektive wichtig und deshalb ist diese Produktion eine gute Ergänzung zu unseren eigenen Filmen“, sagte Wolf, der von Bodelschwingh als beeidruckenden, bodenständigen Seelsorger, Pädagogen, Kaufmann und Landwirt bezeichnete. NW-Geschäftsführer Axel Frick erinnerte daran, dass die historische Reihe der NW bereits 1985 begonnen hat: „Unsere Videos über den Viadukt, Bielefeld von 1929 bis 1985, die Kleinbahn, dazu die Tri-Ergon-Produktionen über den Jahnplatz, die Lutter und jetzt über Bethel, sollen wichtige lokale Themen aufbereiten und der Nachwelt erhalten, auch interessant für Schüler und Vereine. Und das hat auch mit Zeitungsarbeit zu tun.“

Die DVD ist ab heute für 14.90 Euro in der NW-Geschäftsstelle Niedernstraße erhältlich.

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Jimmy Carter und die Erdnüsse

Team der Bielefelder Tri-Ergon Film-Produktion trifft Ex-US-Präsidenten
in seinem Heimatort und interviewt ihn

Plötzlich stand der Kerl leibhaftig vor uns.“ Auch ein paar Tage nach der Begegnung mit Jimmy Carter lässt die Begeisterung Holger Schettlers Augen leuchten. Der Geschäftsführer der Bielefelder Tri-Ergon Film ist gerade mit seinem Team aus den USA zurückgekehrt.

Zu den Stationen der Dienstreise gehörte ein Kaff um Südstaat Georgia. Hier leben noch knapp 300 Einwohner auf zwei Quadratkilometer Fläche. „Voll das Klischee einer amerikanischen Kleinstadt“, erzählt Schettler. Was die Bielefelder in diesen Ort geführt hat? Peanuts, Erdnüsse. Plains liegt inmitten brauner Lehm-Sandboden Felder, auf denen die Hülsenfrüchte prächtig gedeihen. An den prominentesten Bürger dieses Fleckens erinnert ein zum Museum umfunktioniertes Farmhaus. Er heißt Jimmy Carter, zwischen 1977 und 1981 der 39. Präsident der USA, ein Demokrat und wohl der berühmteste Erdnussfarmer der Welt.

Auf Carters ehemaliger Farm erinnert noch vieles an ihn und seine Frau Rosalynn, etwa der weiße Schaukelstuhl auf der Veranda des weißgestrichenen Holzhauses. Zum Ex-Präsidenten persönlich schien ein Kontakt unmöglich. „Es hieß, er sei verreist“, erinnert sich Holger Schettler. Umso größer dann später die Überraschung. Es war zur Mittagszeit. Die vier Bielefelder trieb nicht nur der Appetit auf Erdnussspeisen in „Mom´s Kitchen“. Mit Mikrofon und Kamera hielten sie die Zubereitung sättigender Spezialitäten wie Hähnchenbrust in Erdnussteig mariniert und in Erdnussöl gebacken und schließlich auf einem Salat mit Erdnusssauce angerichtet.

Das war der Augenblick, als Jimmy Carter das einfache, dem Stil einer Kantine ausgestattete Lokal betrat. In Begleitung von Freunden im Rentenalter und eines Bodyguards. Schettler: „Mit Knopf im Ohr, wie im Film“. Auf den Filmemacher wirkte der 84-Jährige zunächst wie ein „kleines, hutzeliges Männchen“. Ein Interview? Mit Vergnügen. Carter im blau-weißen Hemd mit violetter Weste genießt sichtlich seine Rolle als Erdnussbeauftragter und gewinnt dabei etwas Jugendlichkeit zurück. Topfit habe er gewirkt und wohltuend unkonventionell, versichert Schettler.

Peanuts seien ja so gesund, schwärmt Carter vor der Kamera im breiten Slang seiner Heimat, sie enthielten kein Cholesterin und nur wenig Fett: “Mein ganzes Leben war den Erdnüssen gewidmet.“ Gut 15 Minuten hat Carter sich für die Gäste aus Deutschland Zeit genommen. Um Film kommt er später für die Dauer einer knappen Minute zu Wort. Der Beitrag wird in der WDR-Servicezeit “Essen und Trinken“ ausgestrahlt.

In der Historischen Reihe der Neuen Westfälischen sind von Tri-Ergon Film eine DVD über die Lutter und eine über die Geschichte des Jahnplatzes erschienen, erhältlich in der Geschäftsstelle Niedernstraße.

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Die Lutter entdecken

Bielefelder Tri-Ergon-Filmproduktion setzt historische Filmreihe der NW fort

In den 80er Jahren erinnerten erstmals Architekten an Bielefelds verschwundenen Bach: Die Stadtväter hatten die stinkende Weser-Lutter Anfang des 20. Jahrhunderts verrohen lassen. Erst dem Verein Pro Lutter gelang es, den Bach der dunklen Erde zu entreißen und damit auch dem Vergessenen. „Bielefeld entdeckt seinen alten Bach“ lautet dann auch der Untertitel der neuen heimatgeschichtlichen NW-DVD.

„Der Erfolg der DVD-Reihe hat uns zur Fortsetzung ermuntert. Wir haben festgestellt, dass die Bielefelder großes Interesse an Heimat und Geschichte haben. Wir unterstützen das“, sagt NW-Geschäftsführer Axel Frick, der 1985 selbst als Autor die ersten Produktionen beisteuerte. Er ist sich mit Tri-Ergon-Geschäftsführer und Historiker Holger Schettler einig, der sagt: „Wir wollen die Bielefelder über ihre Stadtgeschichte unterhaltsam informieren.“ Schettler kann dabei auf einen großen Archivbestand unbekannter historischer Aufnahmen auf 35-, 16- und 8mm-Film verweisen: „Bewegte Bilder sind Zeitzeugen. Diese einmaligen Schätze sollte man dem Publikum nicht vorenthalten.“

Deshalb wird Tri-Ergon-Film die heimatgeschichtlich-historische Reihe in Zusammenarbeit mit der Neuen Westfälischen fortsetzen, wobei unter anderem die Sparrenburg und Bielefeld als Kinostadt Themen werden sollen. Tri-Ergon produzierte 1977 den ersten abendfüllenden Dokumentarfilm fürs Kino, arbeitet seit 28 Jahren fürs Fernsehen (darunter Dokumentationen für Arte und den WDR) und stellt seit 20 Jahren Industriefilme her. Die extra für den Lutter-Film gedrehten Szenen sind im neuesten technischen Format aufgenommen und in künftigen hochauflösenden Medien abspielbar.

Für die Lutter-DVD hat sich das Team unter anderem in die Kanalisation begeben, um zu erklären, wie die obere Lutter von der unteren getrennt wird. In den Katakomben der Hammer-Mühle, einer früheren Schrotmühle, wird die Vergangenheit wieder wach, als die Lutter, die eigentlich Bohnenbach heißen müsste, noch zahlreiche Mühlen antrieb. Die neue DVD ist zum Preis von 14,90 Euro in der NW-Geschäftsstelle Niedernstraße erhältlich. Für NW-Karteninhaber gibt es die Vergünstigung.

Für weitere Produktionen zur Bielefelder Geschichte sucht die NW noch alte Filme (Normal 8, Super 8, 16, 35mm). Informationen bei NW-Redakteur Frank Bell, Telefon (0521) 5 55-589

Historische Reihe der NW

Großen Erfolg hatten bereits ab 1985 die NW-Produktionen „Als die Erde bebte – die Geschichte des Schildescher Viaduktes“, „Blumenpflücken während der Fahrt verboten – die Geschichte der Bielefelder Kreisbahnen“ und „Bielefeld – Leben und Hoffen in den Ruinen“ auf VHS – Videokassetten. Im Jahre 2006 entschloss sich die NW zu einer Neuauflage auf DVD. Dazugekommen sind die NW - Produktion über 850 Jahre Jöllenbeck sowie die Tri-Ergon-Produktion über den Jahnplatz. Sie sind nach wie vor erhältlich in den NW-Geschäftsstellen Niedernstraße und Hauptstraße.

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„Stadtgeschichte nachvollziehen“

NW-Chef Frick überreicht OB Clausen DVD-Reihe

Oberbürgermeister Pit Clausen zeigte sich freudig überrascht, als NW-Geschäftsführer Axel Frick ihm die inzwischen auf sechs Folgen gewachsene Reihe heimatgeschichtlicher Produktionen auf DVD überreichte. „Es ist toll, wenn man die Geschichte der eigenen Stadt, der Heimat sinnlich nachvollziehen kann“, sagte der geborene Düsseldorfer, der 1982 zum Jura-Studium nach Bielefeld gekommen war.

Auch Stadtbibliotheks-Chef Harald Pilzer und Stadtarchiv-Leiter Jochen Rath freuten sich: Ihnen überreichte Holger Schettler, Geschäftsführer der Bielefelder Tri-Ergon Film die neuen Folgen der Reihe: „Die Lutter – Bielefeld entdeckt seinen alten Bach“ und „Jahnplatz – gestern und heute“, die Tri-Ergon für die Neue Westfälische produziert hat. „Der Jahnplatzfilm ist schon fast 20 Jahre alt und inzwischen gut 2000 Mal verkauft worden“, sagt Schettler. Und auch Frick ist zufrieden: „Unsere ersten Dokumentationen stammen aus der Mitte der 80er Jahre. Mit der Wiederauflage auf DVD haben sich bisher rund 5000 Käufer gefunden.“ Wichtige Partner, betonen die studierten Historiker Frick und Schettler, sei bei der Produktion das Stadtarchiv mit seiner Fülle von Fotos, Filmen und Dokumenten und dem geballten Fachwissen. Archivleiter Rath sagte mit Blick auf die NW-DVD-Reihe: „Wir bewahren für die Ewigkeit auf, auch wenn eine Langzeitarchivierung schwer ist.“ Den neuen Film zur Geschichte der Lutter will er anlässlich des bundesweiten Archivtages am 5. März zeigen: „Das Thema Lutter passt ganz gut zum Motto des Tages: „Dem Verborgenen auf der Spur.“ Frick, der 1985 die erste Produktion über die Geschichte des Schildescher Viaduktes und seiner Bombardierung gestaltete, wurde darüber auch zum Autor eines Buches mit gleichem Titel, das sich bis jetzt fast 6.000 mal verkaufte. Stadtbibliotheks-Leiter Pilzer registriert ähnlich wie Rath Interesse an der Heimat: „Rund 5.000 Menschen haben in den vergangenen drei Jahren die Dokumentationen der NW gesehen.“ Ihm schwebt auf lange Sicht ein „Heimatkunde-Server“ vor, von dem sich per Internet erschlossene Daten, Fakten, Dokumente, Fotos und Filme abrufen lassen. Frick will die Erfolgsgeschichte der DVD-Dokumentationen mit Hilfe der Tri-Ergon Film fortsetzen. „Wir planen als nächstes die Wiederauflage eines Bielefeld-Films von 1953. Aber Themen gibt es genug“, sagt Schettler, der großes Interesse an historischen Themen verzeichnet. Er denkt etwa an eine Straßenbahnfahrt aus dem Jahre 1986 oder die Geschichte der von Bodelschwinghschen Anstalten.

Geballte Heimatgeschichte auf DVD:

Stadtbibliotheks-Chef Harald Pilzer, Oberbürgermeister Pit Clausen, NW-Geschäftsführer Axel Frick, Tri-Ergon-Geschäftsführer Holger Schettler und Stadtarchiv-Leiter Jochen Rath (von links) mit der Reihe heimatgeschichtlicher Dokumentationen der Neuen Westfälischen.

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